Psychomotorik

Konzept der Psychomotorik

Der Begriff "Psychomotorik" beinhaltet das Zusammenspiel von äußerlich sichtbarer Bewegung und unsichtbarem inneren Gefühlsleben unter Beachtung der Lebensgeschichte.
Grundlage der Psychomotorik ist die Bewegung, durch die alle Sinne des Menschen geschult werden. Vielseitige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen führen zu einer harmonischen Persönlichkeitsentwicklung und schaffen eine breite Basis von Bewegungsmustern. Psychomotorik bedeutet eine ganzheitliche Entwicklungsförderung und Persönlichkeitsbildung durch Bewegung.
Sie trägt dazu bei, besser mit sich selbst zurechtzukommen und in seiner Umwelt selbständig und unabhängig zu handeln.
Die Psychomotorik erreicht Menschen durch ihren leistungsfreien und erlebnisbetonten Förderansatz, der sich nicht an den Defiziten, sondern den Bedürfnissen, den Möglichkeiten und dem individuellen Entwicklungsstand des Menschen orientiert.

Im Förderprozeß sollen drei verschiedene Kompetenzbereiche erweitert werden:

ICH - KOMPETENZ

Dies beinhaltet, sich und seinen Körper wahrzunehmen, zu erleben und zu verstehen, mit seinem Körper umzugehen und mit sich selbst zufrieden zu sein. Die ICH - KOMPETENZ soll über die KÖRPERERFAHRUNG gestärkt werden.

 

SACH - KOMPETENZ

Die Sach-Kompetenz bezieht sich auf die materielle Umwelt. Diese soll wahrgenommen, erlebt und verstanden werden, damit der Umgang mit derselben möglich ist. Die SACH - KOMPETENZ soll über die MATERIALERFAHRUNG erweitert werden.

 

SOZIAL -KOMPETENZ

Der Mensch soll seine soziale Umwelt wahrnehmen, erleben und verstehen. Er soll erkennen, daß sich gemeinsames Handeln immer zwischen eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen anderer vollzieht. Die SOZIAL - KOMPETENZ soll über die SOZIALERFAHRUNG aufgebaut werden.

 

Das Konzept der Psychomotorik versucht, durch die Förderung von Ich-, Sach- und Sozialkompetenz die Handlungsfähigkeit des Einzelnen zu verbessern. Die Funktionseinheit Wahrnehmen - Erleben - Handeln dient dabei als untrennbarer Vorgang und bildet die Basis der drei Interventionen. Wahrnehmen und Bewegen ermöglichen dem Menschen, ein Abbild der Welt in sich selbst aufzubauen, um mit diesen Erfahrungen wirkungsvoll in das Geschehen der Umwelt eingreifen zu können. Das heißt, der Mensch soll über Bewegungserfahrungen Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten entwicklen und sich zu einer selbstbewußten Persönlichkeit ausbilden.


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