Kommunikation

"Kommunikation ist immer eine Gemeinschaftsleistung von Sender und Empfänger in einem mitbestimmten Kontext." Kommuniziert wird nicht nur mit Worten, sondern auch mit der Körpersprache (Haltung und Ausdrucksbewegungen des Körpers). Laut Kommunikationstheorie von Watzlawick hat jedes Verhalten in einer zwischenmenschlichen Situation einen Mitteilungscharakter, d.h. "man kann nicht nicht kommunizieren".

(Ingrid Schlicht-Olbrich, Sprache und Kommunikation in der Psychomotorik, in: Psychomotorik - Ansätze und Arbeitsfelder, Dortmund 2004)


"Kommunikationspsychologische Untersuchungen machen deutlich, dass Kommunikation als untrennbarer Akt von verbalen und nonverbalen Elementen betrachtet werden muss."

Die Sprachentwicklung wird bereits in der vorsprachlichen Phase ganz wesentlich geprägt. "(...) Sprachentwicklung (...) muss in den Kontext der sich gegenseitig beeinflussenden emotionalen, sozialen, sensorischen, kognitiven und Bewegungsentwicklung gestellt werden."

(Friedhelm Schilling, Motorische Entwicklung und Sprachförderung, in: Tilo Irmischer, Eva Irmischer (Red.), Bewegung und Sprache, Schorndorf 1988)


Kommunikation kann als sprachliche und nichtsprachliche Handlungsfähigkeit gesehen werden.

"(...) der Schlüssel zur Förderung der sprachlichen und nichtsprachlichen Handlungsfähigkeit des Kindes liegt im individuellen bedürfnisbezogenen, entwicklungsorientierten Vorgehen, wie es auch im Konzeptansatz der Psychomotorik als tragendes Prinzip dargestellt wird. Eine solche Vorgehensweise beinhaltet die Entfaltung aller Kräfte des Menschen zu einem harmonischen Ganzen. Es geht also darum, dem Kind dabei zu helfen, seine Selbstgestaltungskräfte zu entdecken oder wiederzuentdecken und diese seinen Fähigkeiten entsprechend zu leben. (...) das Kind kann sich selbst als handelndes Wesen auf vielfältige Weise erfahren. Es erlebt Grenzen und Austausch mit der Umwelt, erfährt Strukturen, ordnet und lernt, wie man lernt. Die eigene Kreativität, das eigene Explorationsverhalten, das sich im spielerischen Tun ausdrückt, ist der Motor für die weitere Entwicklung."

(Amara Eckert, Psychomotorische Förderung sprachentwicklungsgestörter Kinder in: Tilo Irmischer, Eva Irmischer (Red.), Bewegung und Sprache, Schorndorf 1988)

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Andrea Gloger